Wintergolf die I. oder auch: „Warum Amazonen Schläger putzen mussten“

Siegerehrung nach der Winterrunde im GC Düsseldorf-Grafenberg

Siegerehrung nach der Winterrunde im GC Düsseldorf-Grafenberg

Es war einer der zahlreichen schönen Abende im letzten Spätsommer, als die Dienstags-Herrenrunde überlegte, wie man denn regelmäßige gemeinsame Golfrunden über den gesamten Winter spielen könnte, dabei den Schwung nicht verliert und auch gleichzeitig das Clubleben am Laufen hält. Und das ganze als privat organisierte Turnierserie.  Gesagt – getan, Ausschreibung erstellen, Email-Adressen sammeln, Homepage kreieren, Startzeiten reservieren, Doodle versenden und und und. Glück für die Damen, dass die Ehefrau mitbekam, was der Gatte denn da ausbrütete. Und so wurde kurzerhand neben der Helden- auch eine Amazonen-Konkurrenz ins Leben gerufen.

Und so startete dann im November jeden Sonntag die Jagd nach Nettopunkten über 9 Loch. Warum auch immer waren die Organisatoren der Meinung, dass spätestens am 3. Sonntag kein Flight mehr zustande kommen würde. Weit gefehlt! Im Schnitt trafen sich jeden Sonntag 20 warm eingemummelte, tapfere Helden und Amazonen, um wichtige Punkte im Rennen um den Gesamtsieg zu sammeln. Und als die Ersten die 5 Runden gespielt hatten, wurde auch der Blick auf die Homepage mit Livescoring interessanter.

Wer führt bei den Helden, wer bei den Amazonen? Wer kommt mit Wintergrüns besser zu recht? Wem hilft der kürzere Platz mehr? Wer kann noch in das Rennen eingreifen? Und so wurden über 15 Sonntage insgesamt fast 300 Runden Golf gespielt, nur zwei Mal fiel Wintergolf dem Wetter zum Opfer.

Gewertet wurden die besten fünf Runden, bei den Helden siegte Volker Hülsken mit sensationellen 113 Nettopunkten, gefolgt von Mike Voss mit starken 111 und Mika Akbas mit 104 Punkten. Bei den Amazonen führte Jacqueline Brandl uneinholbar mit 106 Punkten, gefolgt von Susanne Tönnesmann mit 103 und direkt dahinter Nicola Penkwitt mit 102 Punkten, im Schnitt mussten also mehr als 20 Nettopunkte auf 9 Loch gespielt werden, um „in die Preise zu kommen“.

Beste Laune - ob vor oder nach der Runde

Beste Laune – ob vor oder nach der Runde

Die Ausschreibung sah vor, dass 50% der Startgelder „in die Preise“ und 50% „in die Party“ flossen. Bei 300 Runden war also klar, dass die Party starten konnte. Davor musste aber noch ein Lochwettspiel über 18 Loch entscheiden, wer wem die Schläger für die kommende Saison und vor allen Dingen vom Schmutz der vielen Runden Wintergolf reinigen muss, die Helden oder die Amazonen. Am Ende siegten die Helden nicht unverdient.

Doch Gewinner waren alle, darüber sind wir uns einig. Nie wurden relaxtere Turnierrunden gespielt, nie konnte man mehr unter Turnierbedingungen ausprobieren. Nie gab es einen unkomplizierteren Treffpunkt für flotte 9 Loch und ein Getränk im Anschluss. Die ausgelassene Stimmung an der „18“ mit dem von Volker Hülsken vom Preisgeld gespendeten Fässchen und die Party im Club mit Christian Wilmshöfer als DJ am letzten Wintergolftag sind der beste Beweis dafür, dass dieses Projekt im nächsten Jahr garantiert seine Fortsetzung erfährt.

Wir alle können Simone und Martin Neff nicht genug für den Einsatz und die Arbeit danken und hoffen, dass der Gutschein für entspannte Runden Golf und nette Stunden drumherum von uns allen und die beiden Fläschchen von der Gastro eine winzige Entschädigung bieten – und das ohne Doodle, Scorekarten und Livescoring.

 

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