Pro Shop-Turnier 2009 – trotz Regen beste Stimmung

Düsseldorf. Es war zwar kühl, aber noch trocken, als sich nicht weniger als 116 mit herbstlicher Kleidung ausgerüstete Golfspielerinnen und Golfspieler aufmachten, per Kanonenstart Punkt 12:00 Uhr zu einem der saisonalen Höhepunkte des Jahres anzutreten – zum Pro Shop-Turnier 2009, das aufgrund der zahlreichen Golfreisen, die Klaus-Peter Vollrath und Joachim Wittmann in das Land der Fußballweltmeisterschaft 2010 unternahmen und noch unternehmen werden, pauschal unter dem Motto „Afrika“ stand. Und „Afrika“ sollte ja wohl pauschal auch mit „Schönwetter“ in Verbindung gebracht werden.

Das Büfett von Herrn Engert

Das Spanferkel

Alles war liebevoll vorbereitet, die Tee-off-Geschenke nebst Score-Karten mit einem charmanten Lächeln überreicht, die Halfway-Stationen mit schmackhaften Köstlichkeiten ausgestattet, die Damen des Pro Shops wie stets in bester Laune, die Pro’s an allen Ecken und Enden hilfreich zur Seite stehend.

Die afrikanischen Trommler

Doch gewissermaßen mit dem symbolischen Knall der Kanonenkugel „high noon“ wurde irgend jemand auch „ganz oben“ aufgeschreckt. Der muss dann schnurstracks zum berühmten Hahn gerannt sein und ihn aufgedreht haben. Zunächst mit relativ wenig Druck, dann aber doch noch mal nachladend. Und der Hahn blieb auf, mehr als sechs Stunden lang. Ohne Unterbrechung. Und zu der Nässe, die bald den kompletten Körper durchzog, gesellte sich recht bald auch mehr als herbstliche Kälte, so dass der unverhofft, aber erfreulicherweise doch oft auftauchende Rainer Milde von der „Gastro“, mit seinem wärmenden „Killepitsch“ eine höchst willkommene Anlaufstation war.

Wer hatte so ein Wetter verdient? Niemand. Die Pro Shop-Crew nicht, die Pros nicht, das Gastro-Team nicht, die Spielerinnen und Spieler nicht. Warum dann also der „Gruß von oben?!“ Nur der Berieselung des Golfplatzes wegen?

Bag nass, Mensch nass, Griffe nass - wie sollte man da noch gut Golf spielen? Und vor allem wer?

Die ProShop-Crew

Bei der Siegerehrung – als alle endlich abgetrocknet und wieder in bester Stimmung waren - kamen alle die, die die äußeren Widrigkeiten als optimale Ausrede-Möglichkeit für ihr schlechtes Spiel angaben, aus dem Staunen nicht mehr heraus. Erstmals, als sie von einer Anpassung „0“ beim CSA-Wert erfuhren, mindestens +2 war als optimistische Vermutung laut geworden. Und dann, als die tatsächlichen Ergebnisse und die jeweiligen Sieger und Platzierten bei der von Head-Pro Joachim Wittmann, ebenso wie seine Kollegen in langen afrikanischen Gewändern gekleidet, wieder mit Witz und Charme moderierten Siegerehrung bekannt gegeben wurden.

Da kämpfte sich Simone Fuchs – offensichtlich unbeeindruckt von Wind und Wetter – als Siegerin zu 27 Punkten. Doch was sollte man erst zu den 36 Punkten von Stefan Zwicker sagen?! Eine blitzsaubere Par-Runde, die man wohl nur spielen kann, wenn man a) Golf spielen kann und b) gar nicht ans Wetter denkt! Die 36 Brutto-Punkte bedeuteten übrigens 40 Netto-Punkte, und das wiederum zog eine Handicap-Verbesserung von 4,4 auf 4,0 nach sich. Kompliment! Brutto-Sieger bei den Jugendlichen wurde Kai-Wilhelm Zinnenlauf mit 25 Punkten.

Bruttosieger Simone Fuchs und Stefan Zwicker

In den Netto-Klassen gab es folgende Sieger und Platzierte, die ebenso wie die Brutto-Sieger mit großzügigen und wertvollen Pro Shop-Sachpreisen geehrt wurden:

Klasse A (bis Handicap 19,5)

1. Wen Wu 43 Punkte, 2. Stefan Zwicker (40), 3. Markus Zitz (40), 4. Gerd Haller (39);

Klasse B (19,6 bis 31,0)

1. Dr. Franz Reufer 45 Punkte, 2. Dr. Wolfgang Backmerhoff (44), 3. Hubert Kümper (43), 4. Dr. Verena Mösch (43);

Klasse C (ab 31,1)

1. Gerd Ritter 49 Punkte, 2. Waltraud Rhefus (49), 3. Claudia Hester (45), 4. Torsten Laube (45);

Jugendliche

1. Steffen Frye 39 Punkte, 2. Lukas Strich (37), 3. Justus Bühl (37), 4. Mirko Behrens (37).

Mit der Siegerehrung war der afrikanische Abend im festlich dekorierten afrikanischen Zelt aber noch lange nicht beendet. Mit einheimischer Trommelbegleitung wurde das erlesene Mahl eingenommen, u.a. ein Wildschwein, marokkanische Hühnchen-Tagine, Straußenragout und viele andere Köstlichkeiten des „Fünften Kontinents“. Und die afrikanische Tierwelt zog ein ins Festzelt – eine Vogelspinne, zwei Riesenschlangen, darunter eine Boa Constructa, die schon jungen Damen bei DSDS Sorgen bereitete, ein Äffchen, ein Kamel (das mit zwei Höckern), ein Krokodil.

Affe Schlange

Vogelspinne

Kleines Krokodil

Abschied genommen von „Afrika“ wurde erst nach Mitternacht. Da hatte es draußen endlich aufgehört zu regnen. Und die Pro Shop-Crew machte sich die ersten Gedanken für das Pro Shop-Turnier 2010. Und über’s Wetter!

.» Ergebnisliste siehe hier als PDF