Alles perfekt beim Preis des Präsidenten
Düsseldorf. (cpd) Es herrschte mal wieder Hochbetrieb auf der Golfanlage im GC Düsseldorf-Grafenberg. Ab 9:00 Uhr füllte sich der Parkplatz von Minute zu Minute, in Scharen zog man mit dem Golfkarren gen Driving-Range, Putting-Green, Chipping-Area, Pro-Shop, die süße Verpflegungsstationen an der „1“ und die deftige an der „10“ wurden eingedeckt, und – vor allem – der Eismann wartete schon an der „15“. Mit anderen Worten: der „Preis des Präsidenten“ stand auf dem Programm.

140 Namen standen zunächst auf der Teilnehmerliste, die nicht gerade freundliche Wetterprognose für den Samstag reduzierte das Feld schließlich auf die Maximal-Kapazität von 120 Golferinnen und Golfer. Die wurden dann per Kanonenstart um 10:00 Uhr zum Einzelzählspiel nach Stableford auf die Rundreise über die 18 Löcher geschickt, die Starter an der „15“ waren logischerweise die Ersten mit einem „Hörnchen“, die an der „1“ mit Kuchen“, die an der „10“ mit warmem Kartoffelsalat!

Nach 6 Stunden, die aber bei eigentlich idealem Golfwetter – fast kein Tropfen Regen, beinahe windstill, angenehme Temperaturen – als nicht zu lang empfunden wurden (gefühlte 4 Stunden) trudelten die Teilnehmer putzmunter im Clubhaus ein, erzählten von ihrem atemberaubenden Pech, von den weiß-der-Himmel-wie-und-warum vergebenen Putt-Chancen, ließen sich bemitleiden und trösten und freuten sich, dass es abends ab 19:00 Uhr weiterginge mit Teil II des „Preis des Präsidenten“ im festlich hergerichteten Zelt.

Bei wohlklingender Country-Live-Musik eines starken Essener Trios eröffnete Präsident Hannes Urban den Abend mit einem herzlichen Dankeschön an seine Gäste, denn „Ihre große Teilnahme werte ich als Sympathie für den Club und für das Miteinander im Club!“ Dann sprach er von seiner nächtlichen Sorge, angesichts des Regens sein Turnier absagen zu müssen, was dann erfreulicherweise aber nicht zutraf, und dankte all denen, die die Regen-Wetterquote von 89 auf 43 Prozent gesenkt hätten. „Starke Kräfte müssen da gewirkt haben“, so der Präsident.

Sein Dank an diesem tollen Tag galt auch der Platzmannschaft mit Paul Monaghan an der Spitze, der die Arbeit des leider viel zu früh verstorbenen Kevin Barsley auf höchstem Niveau fortgeführt hat (was sich letztlich natürlich auch auf die sensationellen Ergebnisse auswirkte), er dankte dem engagierten Gastro-Team mit Karsten Engert an der Spitze für die Rundenverpflegung, die Präsentation des Zeltes (doch draußen oder doch drinnen lautete kurzzeitig die Frage) und dem abendlichen Menü, er dankte Angela und Klaus-Peter Vollrath für das erstklassige Management und stellte schließlich seinen Gästen noch einmal Katinka Jacobi vor, die seit einigen Tagen als Sekretärin im GC Düsseldorf-Grafenberg tätig ist.

Hannes Urban kam dann auch kurz auf seinen golferischen Arbeitstag zu sprechen, und auch hier zeigte er sich von seiner generösen und zurückhaltenden Seite: „Ich habe in meiner Klasse den letzten Platz belegt, somit allen anderen den Vortritt gelassen!“
Den Dank aller Teilnehmer an Präsident Hannes Urban sprach Dirk Kemmer in seiner Eigenschaft als stellvertretender Spielführer und witziger Siegerehrung-Moderator aus, hoffte, dass er noch lange Jahre an der Spitze des Vereins stehen möge und „dass hinter einem starken Mann auch eine starke Frau steht!“ Ein dicker, schöner Blumenstrauß wanderte in die Arme von Präsidenten-Gattin Helga Urban.

Die mit großer Spannung erwartete Siegerehrung brachte zunächst einmal für alle eine Ernüchterung: CSA-Wert – 1! Allein aus dieser Tatsache war zu erkennen, dass wieder mal sensationell gutes Golf gespielt wurde, und die Punktzahlen für die Sieger und Platzierten erreichten unglaubliche Höhen. Thomas Frye als Sieger der Handicap-Klasse B zum Beispiel erzielte 48 Punkte, Moritz Bäß kam als Gewinner der Klasse A auf 47 Zähler, und Dr. Wolfgang Burger musste sich schon 45 Punkte erarbeiten, um als Sieger der Klasse C gekürt zu werden.

Das beste Golf spielten – übrigens wie im letzten Jahr – Simone Fuchs und Stefan Zwicker. Simone Fuchs kam auf 31 Brutto-Punkte, sie spielte dabei u.a. 11 Pars und 1 Birdie. Noch beeindruckender die Leistung von Stefan Zwicker. Zwischenzeitlich schon 4 unter Par liegend, notierte er letztlich 37 Brutto-Punkte, die zu gewerteten 40 Punkten im Netto-Bereich führten und sein Handicap von 4,4 auf 4,0 drückten. 9 Pars, vier Bogeys und fünf Birdies standen auf seiner Scorekarte.

Als der offizielle Teil vorbei war, ging’s natürlich heiter weiter. So, wie man das im GC Düsseldorf-Grafenberg kennt, vor allem dann, wenn der „Preis des Präsidenten“ auf dem Programm steht.
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