Kevin-Barsley-Gedächtnisturnier – stille Freude bei allen!
Düsseldorf. Der
Tag war geschaffen, um ein Turnier der besonderen, ja, der besonnenen
Art durchzuführen. Strahlender Sonnenschein, Temperaturen um die
22 Grad, ein Platz, wie er sich in dieser frühen Jahreszeit besser
hätte nicht präsentieren können.
Der Parkplatz füllte sich ab 8:30 Uhr von Minute zu Minute. Auf der Chipping-Area, dem Putting-Green und der Driving-Range herrschte Hochbetrieb, die fleißigen Damen im Pro Shop hatten alle Hände voll zu tun. Kein Wunder, wenn sich ein Turnier anbahnt mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie alle wollten mitspielen beim „Kevin-Barsley-Gedächtsnis-Turnier“, wollten sich alle von dem Anfang Januar dieses Jahres im Alter von nur gerade mal 47 Jahren verstorbenen Head-Greenkeepers der Golfanlage Düsseldorf, Kevin Barsley, auf „seinem“ Golfplatz verabschieden. Und wollten auch einen kleinen finanziellen Beitrag leisten, um die Familie zu unterstützen. Denn alle Einnahmen, seien es die Startgebühren oder die 5-Euro-Einsätze, die für die zahlreichen und unterhaltsamen Nebenaktionen vornehmlich der Pro’s geleistet wurden, wurden 1:1 weitergereicht.
An Loch 2 ging es los mit „Schlag Klaus-Peter Vollrath/John von Freyend“! Wer bei diesem Par 3-Loch näher an der Fahne lag als der Pro, erhielt von den Pros aus deren eigener Tasche drei wertvolle Titleist-Golfbälle.
Klaus-Peter Vollrath: "Manchmal siegte auch der Amateur..."
Zwei Bahnen weiter an Loch 4 hieß es, besser zu sein als das Gespann Edgar Theeuwen/Patrick Hensel. Hier winkten Bälle der Marke Taylor Made.
Zur Halbzeit zwischen der „9“ und der „10“ wartete Pro Stefan Müller, der zum „Torwandschießen“ animierte. Entweder „unten rechts“ oder „oben links“ war gefordert. Das schaffen nicht wenige, und die Glasschüssel mit den Pitchgabeln wurde leerer und leerer!
Weiter draußen an der „12“ stand Colin Gess, der „für eine Handvoll Tees“ zum Grün-Treffen bei diesem Par 3-Loch warb.

Rick Kadge und Colin Gess nach getaner Arbeit
Spektakulär der Einsatz von Rick Kadge an der „16“ – er traute sich zu, seinen Ball vom Tee dieses Par 4-Loches (immerhin knapp 320 m lang) in eine Zone unmittelbar vor dem Grün zu schlagen. Wetten, dass er das schaffte? In den meisten Fällen ja, viele seiner Bälle landeten sogar auf dem Grün!
Und dann gab es noch den Joker Joachim Wittmann, auch für 5 Euro käuflich. Er half da, wo es vonnöten war – und verhalf einem Team sogar zum Eagle auf der „15“, weil der vom Damenabschlag nahe an die 100 m-Grenze herankam. Und von dort kommt man ja auch ohne den Head-Pro mit dem „Zweiten“ auf’s Grün, oder?

Die Pros - vl.: Colin Gess, Patrick Hensel, Rick Kadge und Stefan Müller - freuen sich über die gute Resonanz des von ihnen unterstützten Turniers
Zu guter Letzt war noch das Schätzungsvermögen aller Teilnehmer gefragt. Dirk Kemmer hatte einen wunderschönen Mini-Cooper größtenteils mit Driving-Range-Bällen vollgestopft, und die Anzahl der sich im diesem Fahrzeug befindlichen Bälle sollte geschätzt werden – als Belohnung gab’s den Mini Cabrio für eine Woche zu fahren. Amüsant, wie unterschiedliche Schätzungen es gab, vom dreistelligen bis in den fünfstelligen Bereich. Die richtige Zahl lag bei 2 824 Bällen. Einer schien sie gezählt zu haben, er lag nur denkbar knapp daneben.
Dirk Kemmer - ein Großer - hinter einem Mini...

Gratulation: Der beste Schätzer erhält von Dirk Kemmer den Gewinn-Gutschein. Mit sichtlicher Freude dabei Angela Vollrath und Joachim Wittmann
Gezählt werden mussten dann später auch noch bei diesem Scramble die Schläge der Fünfer-Teams. Das waren insgesamt sehr, sehr wenig. Klar, bei so vielen Chancen.
Und es mussten auch noch blaue, rote, blaue und grüne Scheine gezählt werden, und das waren erfreulich sehr, sehr viele. Klar, bei soviel „good will“!

Die fleißigen Köche am glühenden Grill
Jedenfalls herrschte nach Abschluss eines auch organisatorisch perfekten Tages – stellvertretend für alle Dank an Dirk Kemmer und Robert Paas – stille Freude bei allen Beteiligten. Auch bei den Siegern.

Vier Damen und ein Herr wurden Bruttosieger: Claudia Kurz, Heike Wieland, Ulla Kuhland und Dorothea Hennemann mit Helmut Rosbach
Das beste Brutto-Ergebnis erzielte das „Damen-Team mit Herrenbegleitung“: Dorothea Hennemann, Ulla Kuhland, Heike Wieland und Claudia Kurz erspielten gemeinsam mit Helmut Rosbach 10 Pars und 8 Birdies, was einen Score von 62 Schlägen ergab. Im Netto-Bereich reichten 43 Schläge für Platzierungen zwischen „6“ und „2“. Im „Silber“ waren als Dritte Katharina Hof-Busch, Jana Panne, Ruth Schuh, Herbert Kümper und Dieter Adolph, Platz 2 ging an das Team mit Elisabeth Schmidt, Rose Silbermann, Niklas Disch, Michael Fischer und Markus Zitz. Mit 41 Netto-Schlägen waren diesmal die Familien Frye und Kichniawy nicht zu bezwingen – Renate Kichniawy-Lünne, Gerd Kichniawy, Maximilian Lünne, Bernd Frye und Thomas Frye waren die stolzen Sieger.

Das erste Netto ging an (v.l.): Thomas Frye, Bernd Frye, Gerd Kichniawy, Renate Kichniawy-Lünne und Maximilian Lünne
Sie freuten sich über das zweite Netto (v.l.): Rose Silbermann, Michael Fischer, Elisabeth Schmidt, Markus Zitz und Niklas Disch

Das dritte Netto gewannen: Dieter Adolph, Katharina Hof-Busch, Jana Panne, Ruth Schuh und Herbert Kümper