Helmut Rosbach nun kurz vor der „4“

Es war schon herbstlich kühl und auch ein bisschen windig, aber das hinderte im GC Düsseldorf-Grafenberg fast niemanden, beim Herrengolf teilzunehmen. Die Pullover und Windjacken mussten rausgekramt und angezogen werden, und wer von der Kälte vor Ort überrascht wurde, der stürmte spontan in den Pro Shop, in dem weiterhin erstklassige Ware zu erstklassigen Sonderkonditionen – bis zum 70 Prozent Preisnachlass – angeboten wird, um sich rasch noch mit Wärmendem für die Runde einzudecken.

48 Teilnehmer gingen letztlich an die Abschläge, es wurde selbstverständlich wieder von Tee „1“ und von Tee „10“ gestartet. Aber spätestens nach den ersten Pars oder Birdies waren die äußeren Temperaturen vergessen, und wer sich dann „heiß“ gespielt hatte, der konnte dann später auch mit einem Preis rechnen.

Pro Stefan Müller bewies eine glückliche Hand, als er die abendliche Siegerehrung genau in die Halbzeit des Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und Finnland legte, denn das lenkte ein bisschen ab vom enttäuschenden Zwischenstand (0:1) nach 45 Minuten. So konnten zumindest die sieben Ausgezeichneten in den beiden Netto-Klassen bzw. der Brutto-Wertung – CSA-Wert für Grafenberg ungewöhnlich Plus/minus 0 - strahlen, und der starke Beifall der Mitbewerber für die guten Leistungen übertönte sogar die schrillen Pfiffe, mit denen die deutschen Fußballspieler in die Halbzeitpause entlassen wurden.

Die Rekord-Punkterunde des Tages spielte in der Netto-Klasse B (Handicap 18,5 bis 54) Jürgen Bakin von der VcG mit herausragenden 51 Punkten, dahinter verblassten die beiden anderen Preisträger, obwohl sich auch deren Punktzahlen sehen lassen konnten: Platz 2 für Axel Rosenthal (VcG/43), Platz 3 für Horst Dieter Wurm (Grafenberg/40), der bei seinem erst zweiten Turnier schon gleich im „Silber“ war.

In der Klasse A ging wegen des Doppelpreisausschlusses der 1. Preis an Dirk Richter mit 39 Punkten (u.a. 10 Pars und insgesamt 27 Brutto-Punkte), Zweiter wurde Stefan Huth, der für seine 38 Punkte 13 Pars und 5 Bogeys spielen musste, und Platz drei belegte Birger Schäfermeier (37).

Die Bruttowertung war diesmal eine deutliche Angelegenheit von Helmut Rosbach. Schon in der Netto-Wertung mit 39 Punkten ganz vorne, überragte er im Brutto mit 34 Punkten – was bedeutete „2 über Par“! Seine Scorekarte verriet seine Klasse: vier Bogeys, zwei Birdies, 12 Pars. Im Handicap verbesserte er sich von 5,7 auf 5,1 – die „4“ lässt grüßen, vielleicht fällt sie ja noch in diesem Jahr.

Nachdem sich die sieben Siegreichen zum Fotoshooting gestellt hatten und der Beifall verklungen war, trabten die deutschen Fußball-Nationalspieler gemächlich zur zweiten Halbzeit. Das in letzter Minute erzielte Podolski-Rumpel-Ausgleichstor interessierte kaum jemanden – man sprach immer noch von den verpassten Par- und Birdiechancen und hoffte auf eine perfekte Golfrunde beim nächsten und gleichzeitig letzten Herrengolftag in 14 Tagen.

Alle Herrengolf-Sieger

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