Beim Handwerker-Turnier nur fleißige Golfspieler

Juli. Wer will wo fleißige Golfspieler sehen? Kein Problem – beim Handwerker-Turnier natürlich, ausgetragen im GC Düsseldorf-Grafenberg. Nicht weniger als 74 Teilnehmer, aufgeteilt in 37 Paare, waren am eigentlich arbeitsfreien Samstag zu eben diesem von keiner Gewerkschaft organisierten Turnier angetreten, um sich die Meisterbriefe abzuholen.

Als Turnierform war ein Aggregat-Vierer über 18 Löcher nach Stableford ausgeschrieben, und da die jeweiligen Teams nicht gemeinsam in einem Flight spielten, konnte das Turnier auch gleichzeitig noch vorgabenwirksam ausgeschrieben werden.

Handwerker-Turnier im GC Grafenberg

Stell. Spielführer Dirk Kemmer

Der bange Blick vor dem ersten Abschlag ging in Richtung Himmel, doch nachdem von der privaten Meerbuscher Wetterstation gar etwas Sonnenschein gemeldet wurde, wurden die Regenanzüge im Auto und die Regenschirme im Bag gelassen. Die von Kevin Barsley und seinem Team in Handarbeit präparierte Anlage präsentierte sich in meisterlicher Verfassung, so dass einem großem Turnier nichts mehr im Wege stand.

Dementsprechend konnte auch gutes Golf gespielt werden, wobei insgesamt zwölf Unterspielungen notiert wurden; 22 Golferinnen bzw. Golfer kehrten mit dem selben Handicap ins Clubhaus zurück, mit dem sie auch an den Start gegangen waren, der Rest fiel durch die viereinhalbstündige Prüfung und wird beim nächsten Mal wieder Anlauf auf Ergebnisverbesserung nehmen.

Aber es ging ja um handwerkliche Teamarbeit, und die Kollegen, die sich meisterlich blind verstanden, waren Thomas Helmut Rosbach und Thomas Hergesell (der keineswegs wie ein „Geselle“ spielte), die als Sieger der Bruttowertung eindrucksvolle 53 Punkte erzielten, sowie Claudia und Michael Karbach als überlegene Sieger der Nettoklasse mit fast unglaublichen 93 Punkten. Damit distanzierten sie die Konkurrenz um nicht weniger als 12 Punkte, denn auf 81 Punkte kamen die Zweitplatzierten Antje Schuster (nomen est omen) und Hubert Kümper. Die beiden Siegerteams bekamen als Preise neue Handwerkerkästen für ihre Golfschläger – in Fachkreisen auch Golf-Bags genannt.

Handwerker-Turnier im GC Grafenberg


Bei der vom stellvertretenden Spielführer Dirk Kemmer trotz defekter Schulter und nicht intakten Knie als Spätfolgen seiner Schützenkönigzeit gekonnt und humorvoll moderierten Siegerehrung wurde nicht nur Dank gesagt an die zahlreichen Meister, Gesellen und Lehrlinge auf dem Golfplatz, sondern auch an die zahlreichen „Arbeitgeber“: Widera, Hergesell, Rhefus, Zinnenlauf, Disch, Melzig und Rudolf, die allesamt zum Gelingen des Turniers mit seinen hochwertigen Preisen beigetragen hatten.

Im Anschluss an die Siegerehrung gab es noch für alle Nicht-Sieger eine Tombola mit - wie es sich bei einem Handwerkerturnier geziemt – zwei Gutscheinen für einen ... Friseurbesuch.

Schon bei der Rundenverpflegung hatte die Gastronomie unter der Leitung von Karsten Engert alles gegeben, beim abendlichen Grillbüfett verdiente sich die Crew die Note s.c.l. Auch das war ein Grund, warum die Zeit eines normalen Handwerker-Tages von 8 Stunden nicht eingehalten wurde, sondern Überstunden gemacht wurden. Ohne Rücksicht auf die Gewerkschaften.